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Ich habe Urlaub, aber alles hat zu. Was nun?

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Lockdown Daheim-Serie, Teil 2

Vielleicht zählt Ihr zu denjenigen, die in dieser Woche noch Urlaub haben und die letzten freien Tage noch etwas genießen können. Aber auch, wenn Ihr wieder im Arbeitsalltag angekommen seid, könnte dieser Beitrag ein paar Tipps für die Freizeitgestaltung am Wochenende bzw. für die Gestaltung eines halbwegs erträglichen Lockdowns bereithalten.

Nachdem wir uns in Teil 1 unserer Lockdown-Serie damit beschäftigt haben, was man denn mit der ganzen freien Ferienzeit auch ohne Handy, Tablet und Co. anstellen kann, wollen wir heute Ideen mit Euch teilen, wie man denn nun doch das digitale Endgerät in die Ferienplanung einbinden kann. Das hat für uns einen ganz einfachen Grund: Der Lockdown zwingt uns ja, nur möglichst wenige unserer lieben Freund*innen und Familienmitglieder zu sehen (und an alle Aluhutträger*innen: Wir erachten diese Maßnahmen auch für sinnvoll, deshalb halten wir uns ja daran. Wenn Ihr zu den Pfosten gehört, die trotzdem noch feuchtfröhlich durch die Welt spazieren, bitte Hirn einschalten und überlegen, ob Corona wirklich nur ein nach Chemiecocktail schmeckendes Bier aus Mexiko ist).

Eine der wohl wenigen guten Nachrichten im Jahr 2020 sind die zahlreichen technischen Möglichkeiten, die wir nutzen können, um uns online mit unseren Lieben zu treffen. Im letzten Jahr haben uns die folgenden Möglichkeiten am meisten Freude bereitet:

Online-Dinner

Wir fangen mal mit Essen an, schließlich ist das hier in erster Linie ein Foodblog! Und wir geben offen zu, am Anfang waren wir von der Idee eines Online-Dinners überhaupt nicht angetan, schließlich verbrachten wir ja schon den ganzen Tag in anstrengenden Online-Meetings. Ein Facebook-Post unserer Chefin hat uns dann aber zum Nachdenken gebracht: Sie und Ihr Mann haben sich online (via Zoom, Skype, Duo, die Möglichkeiten sind ja mittlerweile endlos) mit Freunden getroffen. Vorher hatten sie bei einem Restaurant ein Menü bestellt, was – sogar mit Getränkebegleitung – vor die Haustür geliefert wurde. Die Fotos waren Zeuge, dass es sich um einen gelungenen und leckeren Abend gehandelt haben muss. Nachdem unsere Freunde aus München nun schon länger ähnliches mit uns vorhatten, haben wir eine selbstgekochte Version des Online-Dinners probiert. Bei uns gab es Flammkuchen, unsere Freunde hatten sich eine Tomatensuppe gekocht. Über das Essen (und mit guten Freunden ja sowieso) kommt man auch online schnell ins Gespräch, und die Flaschen Wein die an beiden Orten geöffnet und getrunken wurden, taten ihr übriges, dass dies nicht unser letztes Online-Dinner bleiben würde.

Das funktioniert übrigens auch hervorragend zu Kaffee und Kuchen, beispielsweise wenn die Tante (unsere ist aus Lippstadt) Geburtstag hat, oder man Oma und Opa wieder sehen möchte, ohne die zwei in Gefahr zu bringen – und wenn die zwei so flott sind und den Videoanruf bedienen können. Wenn sogar unsere Tante das versteht, glauben wir aber, dass auch fast alle anderen das lernen können!

Kochkurse und Co. online

Denjenigen, die das Onlinetreffen ein wenig professioneller gestalten und dann auch noch etwas dazulernen möchten, können wir die Angebote von AirBnB (unbeauftragte Werbung) empfehlen. Mit den „Online-Entdeckungen“ kann man gemeinsam mit Freunden (oder auch ohne) Koch- oder auch Cocktailkurse buchen. Es gibt aber noch viel mehr: Magierkurse, einem Nachtwächter durch Prag folgen, gemeinsam mit einem Broadway-Sänger Lieder einstudieren, … Die Möglichkeiten sind unbegrenzt und man holt sich wirklich die ganze Welt ins Wohnzimmer oder in die eigene Küche. Kochkurs aus Mexiko direkt nach Hause? Kein Problem. Cocktailkurs mit einem preisgekrönten Londoner Barkeeper? Keep calm and stay in your own kitchen!

Online-Cocktailkurs

Wir haben uns dann tatsächlich für besagten Cocktailkurs entschieden. Kostenpunkt: ca. 14€ pro Person, plus Einkäufe. Für die bekommt man eine Einkaufsliste mit Zubehör, Alkoholika, Säften, Obst und Eis. Sollte man etwas nicht bekommen oder etwas nicht mögen (wie rohes Eiweiß in einem der Cocktails), war unser Bartender Pedro mehr als nur hilfsbereit, eine alternative Lösung zu finden. Für den verabredeten Termin bekommt man dann einen Link für ein Zoom-Meeting. Einfach draufklicken und schon geht es los. Es gab ein kurzes Kennenlernen, und dann mixt man auch schon den ersten Cocktail. Pedro führte uns mit aller Genauigkeit durch alle Zubereitungsschritte und zeigte uns – das war der spaßigste Teil für uns als Anfänger – die entsprechende Shake-Technik. In dem Kurs, der 75 Minuten dauert, lernt man drei Cocktails kennen. Der letzte (und unseres Erachtens beste) Cocktail war ein Signature Drink von Pedro selbst. Der Kurs war so inspirierend, dass Jan-Erik nun den verstärkten Wunsch verspürt, sich eine eigene kleine Bar zu Hause zu basteln. Empfehlenswert ist auch, den Kurs gemeinsam mit Familie und Freunden zu machen oder im Rahmen einer Betriebsfeier wie wir es taten. So kennt man die Leute, die da in ihren Kuchen getrennt und trotzdem gemeinsam shaken. Wir sagen: Ein Bild für die Götter!

Warum nicht etwas spielen?

Aber es geht ja nicht nur ums Essen… Wer mal keine Lust hat, den Lockdown-Bauch noch weiter zu pflegen, kann auch einfach etwas spielen. Auch hier kann man sich hervorragend online treffen. Natürlich gehen hier klassische Games, die man via PC oder Konsole spielen kann, aber wir möchten hier eine Option vorstellen, die eigentlich gar nicht digital ist.

Für das Spiel „Bring Your Own Book“ nimmt jeder ein eigenes Buch zur Hand – die Auswahl ist frei. Bei unserer letzten Runde hat Jan-Erik mit Goethes „Faust“ gespielt (und gewonnen), Carina mit „50 Shades of Grey“ (ich hätte übrigens nie gedacht, dass ich diese zwei Werke jemals in einem Satz verwenden würde). Nun zieht man eine Karte, die es gilt, mit einer Stelle aus dem selbstgewählten Buch zu vervollständigen. Auf den Karten stand dann beispielsweise „A phrase that could inspire revolt“ – und wir suchten in unseren Büchern nach passenden Passagen. Sobald jemand ein erstes Zitat gefunden hat, läuft der Countdown für den Rest. Nach weiteren 60 Sekunden müssen dann alle eine Passage gefunden haben. Die beste Passage gewinnt nun einen Punkt (das kann entweder demokratisch oder von einem*r wechselnden Spielleiter*in entschieden werden). Online kann man die Aufgaben entweder über den Chat teilen oder über die Funktion „Bildschirm teilen“.

Habt Ihr weitere Ideen?

Online finden sich auch noch zahlreiche Möglichkeiten, Escape-Rooms zu erkunden. Das ist nicht unbedingt unsere Expertise, wenn Ihr also Interesse an einem solchen Onlineerlebnis habt, schreibt uns gerne in die Kommentare. Vielleicht finden wir ja für so ein Thema einen tollen Gastbeitrag!

Auch wenn Ihr sonst noch Ideen für Ferienerlebnisse online habt, freuen wir uns über Eure Beiträge in den Kommentaren. Vielleicht können wir so gemeinsam die kommenden Wochen und Monate gut überstehen! Wenn Euch die Online-Experience dennoch zum Halse raushängt (und wenn Ihr trotzdem bis hierhin gelesen habt), empfehlen wir Euch noch Teil 1 unserer Lockdown Daheim-Serie. Da teilen wir allerlei Ideen, was man auch offline mit freier Zeit anfangen kann.

Bleibt gesund!

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