Ich habe Urlaub, aber alles hat zu. Was nun?

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Lockdown-Daheim Serie, Teil 1

Es sind endlich Ferien! Normalerweise würden wir die letzten Geschenke jagen, doch dieses Jahr hat nun mal alles zu. Wir stecken in einer Jahrhundertpandemie und auch der Skiurlaub, auf den wir uns sonst alljährlich freuen, fällt Corona zum Opfer. Nun haben wir drei Wochen Urlaub – nur wohin mit der ganzen Zeit?

Wir könnten einfach keinen Urlaub nehmen, einfach weiterarbeiten von zu Hause, auch auf die Gefahr hin, dass wir plötzlich sogar total produktiv wären. Aber nein, das kommt nicht in Frage. Schließlich sind wir schon auf dem Zahnfleisch gen Weihnachtsferien gerobbt und die Erholung ist dringend notwendig. Meine Frau und ich haben deshalb die Köpfe zusammengesteckt. Willkommen zu unserer Lockdown-Daheim-Serie. Teil 1 beschäftigt sich mit kreativen Ideen offline. Wir haben schließlich schon vor den Ferien Tage und Wochen in Meetings verbracht, und da kann man es durchaus genießen, wenn Computer, Handy und Co. mal ausbleiben. Wer trotzdem Sehnsucht nach einem Bildschirm hat, wird sicherlich in Teil 2 unserer Lockdown-Serie fündig. Jan-Erik als professioneller Couch-Potato hat hervorragende Tipps für Filme und Serien, und die digitalen Endgeräte eignen sich ja auch vorzüglich dafür, distante Freund*innen zu treffen.

Was aber kann ich offline und ohne Handy in der Nähe mit meinem Ferienleben anfangen? Spaß und Erholung sollen dabei natürlich nicht zu kurz kommen.

Bewege Dich!

Wir sagen in diesem Eintrag wahrscheinlich nur Offensichtliches, aber das macht es vielleicht ja nur umso wahrer: Bewegung ist für Erholung (und auch Spaß, wenn man sich denn mal dazu aufraffen konnte) ein wahres Wundermittel! Während des Lockdowns haben die meisten Fitnessstudios und Sportvereine geschlossen, wie also werde ich meinen Bewegungsdrang los? Wir haben drei Dinge ausprobiert und für gut befunden.

Vor dem ersten Lockdown hat Jan-Erik Spazierengehen gehasst. Als wirklich alles geschlossen hatte, blieb uns aber kaum etwas anderes übrig, also gewöhnten wir uns an, nach dem Abendessen noch eine Runde zu drehen. Im Frühjahr und Sommer sind wir durch die nahen Felder gelaufen, jetzt in der Winter- und Weihnachtszeit gehen wir durch den Ort. Im Sommer bekommt man so noch eine gute Ladung Sonne, Blumen, Wind und eine kleine Aussicht, und im Winter sieht man die Lichterketten und Dekorationen in Vorgärten und Fenstern und kann den Tag nach dem Spaziergang bei einem gemeinsamen Bad im Kerzenschein oder mit Wärmflasche auf der Couch ausklingen lassen. Jetzt mag sogar Jan-Erik Spaziergänge.

Wer es sportlicher mag, da können wir empfehlen, auf den Spaziergängen Ausschau nach einem Outdoor-Sportplatz zu halten. Unser Wohnort Dreieich hat Beispielsweise einen „Platz der Generationen“, wo ein paar wenige Sportgeräte auf mutige Outdoor-Sportler*innen warten. Zugegeben, der Stepper ist halbwegs sinnlos (ich kann ja einfach Joggen oder Fahrradfahren), aber dank einiger kleiner Gerüste kann man tiefe Liegestütze, Low-Rows für den Rücken oder Dips für den Trizeps machen.

Du hast gerade aus dem Fenster geschaut und es regnet, schneit oder es ist einfach arschkalt? Dann bleib zu Hause und kaufe Dir einen Schlingentrainer. Die gibt es im Original von TRX, aber wir finden ehrlich gesagt die deutlich günstigeren Produkte auch absolut ausreichend. Wichtig ist, dass eine Türhalterung dabei ist. Die hängt man einfach in die geschlossene Tür (stabile Türrahmen sind mehr als empfehlenswert!), und los geht es. Wir finden, vor allem Übungen für den Rücken sind mit dem Schlingentrainer hervorragend umzusetzen, wenn man keine Klimmzugstange oder gleich ein ganzes Home-Gym zur Verfügung hat.

Werde kreativ

Jetzt aber genug der Bewegung. Wir wollen genießen, nicht aussehen wie Arnie Schwarzenegger (dafür müsste man auch zu viele – rohe – Eier zu sich nehmen, und das widerspricht unserem Anspruch ans Genießen). Um die Zeit zu nutzen, könntest Du auch kreativ werden. Jan-Erik schrieb früher gerne Geschichten und Gedichte. Naja, und nun schreiben wir einen Blog. Carina malt für Ihr Leben gerne, und wenn man die Nachbarn ärgern will, kann man natürlich auch ein neues Instrument lernen (Schlagzeug, Geige oder Trompete, wenn man das mit dem ärgern sehr ernst nimmt, ansonsten sind wir bei der Instrumentenwahl natürlich offen). Mal- und Basteltipps werdet Ihr immer auch auf unserem Blog finden (z.B. hier), wir laden hiermit herzlichst zum Stöbern ein.

Lies ein gutes Buch

Wenn man schon nicht selbst zum*r Bestsellerautor*in aspiriert, tut es auch eine gute Tasse Tee oder Kaffee, ein bequemer Sessel und ein gutes Buch. Auch hierzu werdet Ihr auf unserem Blog zunehmend mehr Inhalte finden, anbei aber schon ein paar kleine Tipps für zwischendurch:

Allen, die es ein wenig gruselig mögen, aber auch einfach eine gute Erzählung wertschätzen, empfehlen wir „Marina“ von dem meisterlichen Autor (der leider 2020 von uns gegangen ist) Carlos Ruiz Zafón. Der Roman entführt Dich in ein schauerlich schönes Barcelona, wo alle Menschen düstere Geheimnisse zu verbergen scheinen. Wir selbst schätzen an den Romanen Zafóns vor allem, dass er sich Zeit nimmt, eine Geschichte zu erzählen. Viele moderne Erzählungen sind so reduziert, so ‚übertragbar‘ und aussagekräftig, dass sich niemand mehr Zeit für Handlung und Charaktere nimmt. Zafón ist erfrischend anders in dieser Hinsicht.

Allen, die es lieber noch nostalgischer mögen, können wir nur den Schritt zurück in Kindertage empfehlen. Da gab es noch kein Corona, keine Rechnungen, viel weniger Verantwortung, und irgendwie war alles toll (außer dem einen oder anderen aufgeschlagenen Knie oder ausgeschlagenen Zahn). Carina erholt sich bei nichts besser, als ihre alten Kinderbücher wieder zu lesen. Sie liest „Die wilden Hühner“, hört „Harry Potter“ als von Rufus Beck genial gelesenes Hörbuch, oder wagt sich an Kinderbücher, die sie bisher noch nicht gelesen hat, wie beispielsweise das mehr als empfehlenswerte „Tintenherz“. Zu guter letzt empfiehlt Jan-Erik die ersten drei Bücher der „Artemis Fowl“-Reihe von Eoin Colfer. Wahnsinnig lustig, vor allem der pupsende Zwerg Mulch.

Schreibe Deinen Lieben

Zurück in der Erwachsenenwelt fällt Dir auf, dass Du einen Freunden (die unter Umständen ja am anderen Ende der Welt wohnen), schon viel zu lange nicht geschrieben hast. Erinnere Dich, vor den Ferien herrschte ja schrecklicher Stress und es war kaum Land in Sicht. Nun hast Du aber Zeit, und anstelle nur eine E-Mail zu schreiben, warum nicht ein Brief, oder noch besser, etwas mit Bildern – schließlich konnte man sich das ganze Jahr kaum oder gar nicht sehen. Wir glauben, Du machst Deinen Freund*innen und Deiner Familie damit mehr als nur eine große Freude. In Italien ist das Motto während der Pandemie: Distanti ma uniti. Getrennt sind wir vereint. Ein Brief, ein paar persönliche Gedanken und liebe Wünsche können zwar keine Umarmung ersetzen, aber in Zeiten wie diesen können sie unendlichen Zusammenhalt beweisen.

Wir hoffen von Herzen, dass es Euch in dieser nur von Kerzen- und Lichterkettenschein erhellten Zeit gut geht! Lasst uns in den Kommentaren wissen, wenn Ihr noch weitere tolle Ideen habt, wir wir gemeinsam den Corona-Lockdown auch offline übersehen können. Wir freuen uns auf Eure kreativen Beiträge und sagen: Bis bald!

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