Lockdown verlängert – und nun? Unsere Serientipps für gemütliche Abende

Dieser Beitrag enthält unbeauftragte Werbung, da sowohl Serien als auch Streaming-Dienste genannt werden

Viele von Euch – und auch wir – haben bereits damit gerechnet und seit heute ist es offiziell: Der Lockdown wird verlängert. Das heißt für viele von uns, weiterhin von zu Hause aus zu arbeiten und uns zu überlegen, wie wir unsere Zeit zu Hause am besten verbringen, ohne einen Lagerkoller zu bekommen. Sicherlich hilft es, sich draußen an der frischen Luft zu bewegen. Doch was tun, wenn das Wetter nicht wirklich zum Spazierengehen einlädt? In einem unserer letzten Beiträge haben wir Euch ja bereits einige Ideen für Eure Freizeitgestaltung zu Hause vorgestellt. Heute wollen wir unsere Lieblingsserien für einen gemütlichen Abend zu Hause mit Euch teilen. Vielleicht ist ja auch der ein oder andere Serientipp für Euch dabei.

Da unser Geschmack in Sachen Serien teilweise sehr weit auseinandergeht, ist der Beitrag in drei Teile aufgeteilt. In einem ersten Teil stellt Euch demnach Jan-Erik seine Lieblingsserien vor. Der zweite Teil des Beitrags beschäftigt sich mit Carinas Serienempfehlungen und im dritten Teil haben wir für Euch diejenigen Serien herausgesucht, die wir beide als absolut sehenswert empfinden. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen des Beitrages.

Jan-Eriks Serienempfehlungen

Es ist gar nicht so einfach, nur drei Serien auszuwählen, wenn man so viele Serien gerne schaut, wie ich das tue. Gerade sitze ich beispielsweise in den letzten Zügen der Serie „Vikings“, aber wenn es um historisch angehauchte Serien mit einem Crossover zu Fantasy geht, wenn es um Serien mit viel Blut, Schwertern, Spannung und Intrigen geht, dann muss meine erste Entscheidung auf

„Game of Thrones“

fallen. Ja, ich weiß, Hardcore-Fans fanden das Ende schlecht, aber viele Serien leiden ja unter dem Phänomen, irgendwann nicht mehr ihr ursprüngliches Niveau halten zu können. Von mir aus könnt ihr einfach irgendwann aufhören zu schauen, aber die ersten Staffeln von „Game of Thrones“ sind legendär. Sie sind sogar so gut, dass ich sie besser als die Bücher finde. Ja, ich weiß, ein nächster Hot-Take meinerseits, aber die Bücher sind einfach wahnsinnig lang und komplex und sprachlich sprechen sie mich nun überhaupt nicht an. Die Serie allerdings nimmt sich Zeit, tolle Charaktere vorzustellen, in ständigen Intrigen im Kampf um den Thron des fiktiven Westeros zu verwickeln, und sie ist auch gar nicht zimperlich im Umbringen der von den Zuschauer*innen geliebten Protagonist*innen.

Nach meiner nächsten Auswahl wird mein Faible für blutige Serien nicht mehr zu leugnen sein:

Hannibal

Als Teenager habe ich mit den Büchern um Hannibal Lecter angefangen und fand den wohl berühmtesten Kannibalen der Literaturgeschichte seit jeher faszinierend. Die Filme „Das Schweigen der Lämmer“ und „Hannibal“ faszinierten mich nicht weniger, und Anthony Hopkins wird für mich auch immer der beste Hannibal aller Zeiten bleiben. Aber, und das ist ein großes Aber: Die Serie „Hannibal“, die lose an den Charakteren der Romanvorlagen orientiert ist, geht neue Wege, und gerade das macht sie erzählerisch und vor allem visuell zu einer hervorragenden Neuinterpretation. Mads Mikkelsen als Hannibal ist bestechend gut und schnell verliert man sich im Ränkespiel zwischen dem faszinierenden und anziehenden Hannibal, dem FBI und weiteren gefährlichen Psychopathen und Killern.

Meine dritte Wahl fällt dann auf ein Ränkespiel ganz anderer Art, die spanische Serie

„La Casa de Papel“.

Auch die braucht vermutlich keine große Erklärung, schließlich ist ihr Inhalt bereits fester Bestandteil unserer westlichen Kultur geworden. Man denke hier an das italienische Protestlied „Bella Ciao“, das nun auf vielen Demonstrationen gespielt wird. Aber worum geht es? Es geht um eine Bande professioneller Diebe, die spanische Banknotendruckerei überfallen und – um an Millionen von Eure zu kommen – Geiseln nehmen. Der Kopf der Bande ist der geheimnisvolle und hochintelligente ‚Professor‘. Zwischen ihm und der Polizei entwickelt sich schnell ein hochdramatisches Ränkespiel. Persönlich hätte ich nie gedacht, dass eine Serie, die sich staffelweise nur um das Ausrauben einer Bank dreht, so spannend und tiefgehend sein kann. Man lernt die Bankräuber*innen nämlich immer besser kennen, fühlt und fiebert mit ihnen und lernt ihre Motive zu verstehen.

Wenn das aber nun endgültig zu viel Blut für Euch war, empfehle ich wärmstens die folgenden Serientipps von Carina.

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Carinas Serientipps

Im Vergleich zu Jan-Eriks Serientipps sind meine Lieblingsserien eher seicht, lustig und zugegeben hin und wieder etwas kitschig. Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich nach einem anstrengenden Arbeitstag und den teilweise alles andere als positiven Nachrichten in der ganzen Welt, nicht auch noch ein anstrengendes, blutiges und eher düsteres Fernsehprogramm brauche. Wenn ich es einmal geschafft habe, den Fernseher ganz für mich alleine zu haben, schaue ich am liebsten Serien, bei welchen man ein wenig lachen kann, die Welt (noch) in Ordnung scheint und man sich selbst nicht ganz so ernst dabei nehmen muss. Meine erste Lieblingsserie, die ich Euch gerne vorstellen möchte, begleitet mich schon seit meiner Oberstufenzeit. Ich habe sie durch Zufall im Fernsehen entdeckt und dann im Studium mit meiner Freundin ein wöchentliches Serien-Date draus gemacht. Jeden Donnerstag trafen wir uns pünktlich um 20:15 Uhr bei mir zu Hause, um gemeinsam fernzusehen und während wir die Serie schauten, durfte uns nichts und niemand stören. Die Rede ist von

“Der Lehrer”

In der Serie, die ab dem 07.01. in der 9. Staffel ausgestrahlt wird, geht es um Stefan Vollmer – Lehrer für Naturwissenschaften, Sport und Deutsch -, der eine neue Stelle an einer Gesamtschule in einem Kölner ‘Problemviertel’ antritt und für die schwierigste Klasse der Schule ‘abgestellt’ wird. Mit seiner etwas aufbrausenden, unkonventionellen und schüler*innennahen Art schafft er es jedoch, die Schüler*innen zu erreichen und deren Einstellungen gegenüber der Schule und dem Lernen zu verändern. Stefan Vollmer setzt sich für seine Schüler*innen ein und hilft ihnen aus allen Notlagen. Auch wenn er sich dabei selbst in brenzlige Situationen bringt. Als ab der zweiten Staffel Karin Noske als neue Kollegin an die Gesamtschule kommt, bahnt sich zwischen ihr und Stefan Vollmer eine Liebesgeschichte an. Wenn Ihr also auf eine Mischung aus Comedy und leichtem Drama steht, und nichts gegen eine etwas seichte Handlung habt, dann könnte diese Serie etwas für Euch sein.

Bei meiner zweiten Lieblingsserie dürftet Ihr wahrscheinlich denken, dass ich nicht mehr alle Tassen im Schrank habe, aber ich kann Euch versichern: Mir geht es gut! Die nun folgende Serie wird leider nicht mehr ausgestrahlt, man kann sie aber auf Amazon Prime Video kostenpflichtig ansehen. Die Rede ist von

“Der Herzensbrecher – Vater von vier Söhnen”

Was wie eine seichte, kitschige und schnulzige Romantikserie klingt, ist in Wahrheit gar nicht so schlimm. Okay, auch hier ist die Handlung nicht actiongeladen und an manchen Stellen etwas klischeebehaftet. Dennoch mag ich die Hauptdarsteller*innen und die Botschaft, die hinter den einzelnen Folgen steht. Es geht um einen verwitweten jungen Pfarrer – Andreas Tabarius -, der nach dem Tod seiner Frau eine Stelle in einer Gemeinde in Bonn annimmt und gemeinsam mit seinen vier Söhnen ein neues Leben beginnt. Die Serie ist dabei alles andere als verstaubt und zeigt das Leben eines modernen evangelischen Pfarrers, der in die ein oder andere Liebesgeschichte verwickelt ist, sich gegenüber der strengen und stets misstrauischen Vorsitzenden des Kirchenvorstandes behaupten muss und dabei seine Gemeindemitglieder nie aus den Augen verliert. Jede Folge endet mit dem sonntäglichen Gottesdienst und einer schönen Botschaft, die zum Nachdenken anregt.

Wem das bis hierhin zu flach, zu seicht und zu schnulzig war, dem kann ich meine dritte Lieblingsserie ans Herz legen. Zwar handelt es sich hierbei auf den ersten Blick um eine High-School-Teenage-Geschichte, dennoch kann man nicht behaupten, dass Spannung, Action und Drama hier keine Rolle spielen. Meine dritte Lieblingsserie ist

“The Chilling Adventures of Sabrina”

In dieser Serie geht es um Sabrina Spellman, eine junge Hexe, die in zwei Welten lebt. Aufgewachsen als Waisenkind bei ihren beiden Tanten, ebenfalls Hexen, versucht sie, ihre Doppelidentität als Halbsterbliche und Halbhexe unter einen Hut bringen. Hierbei muss sie sich gegen böse Kräfte wehren, die ihr, ihrer Familie und den Normalsterblichen gefährlich werden. Hierbei geht es jedoch nicht nur blutig und düster zu, sondern auch die ein oder andere Liebesgeschichte steht im Zentrum der Handlung. Wenn Ihr also nichts gegen High-School und Coming-of-Age-Strories habt, Blut sehen könnt und ein wenig Spannung mögt, dann könnte diese Serie etwas für Euch sein.

Unsere Lieblingsserien

Am schönsten ist es natürlich, wenn wir gemeinsam eine Serie schauen können. Tatsächlich ist es aber häufig schwer, unsere doch sehr unterschiedlichen Geschmäcker dabei unter einen Hut zu bekommen. Geht es Euch auch so? Nunja, zumindest bei den folgenden Serien sind wir uns im Herzen einig. Wir lieben sie, und wir müssen mit der Serie beginnen, die wir am meisten lieben,

„Brooklyn Nine-Nine“

Die Comedy-Serie um das Polizist*innen-Team aus New York ist unschlagbar lustig. Jake (genial gespielt von Andy Samberg) ist ein brillanter Detektiv, aber eben auch sehr verspielt und urkomisch. Das passt nun gar nicht zu seinem neuen Vorgesetzten, dem herrlich ernsten Raymond Holt. Auch der Rest der Squad ist originell: Sargent Terry (gespielt von Terry Crews) ist der liebevolle Familienvater, der mehr Muskeln hat als der komplette Rest des Teams zusammen, vor Rosa haben alle ein wenig Angst, weil sie eine Draufgängerin ist, und Skully und Hitchcock essen gerne und viel und arbeiten eigentlich am liebsten schlafend. Nicht zu vergessen wäre natürlich auch Amy, in die sich Jake nach und nach immer mehr verliebt. Die Charaktere sind genau die richtigen Zutaten für den kurzen 20-minütigen Seriensnack… oder man schaut einfach gleich eine halbe Staffel auf einmal.

Comedy scheint bei Carina und mir gut zu funktionieren, denn auch die zweite Serie, die wir Euch gemeinsam vorstellen wollen, ist superlustig. Es handelt sich um

„Sex Education“.

Otis ist der Sohn einer Sextherapeutin, das ist ihm nur schrecklich peinlich. Trotzdem lässt er sich von seiner Klassenkameradin Maeve – und hier sprühen schon früh Funken zwischen den beiden – dazu überreden, seine eigenen Dienste als verständnisvoller Sextherapeut an der Schule anzubieten. Auch hier lernt man als Zuschauer*in die wundervollsten Charaktere (mit den verschiedensten sexuellen Vorlieben) kennen. Die Serie ist alles andere als steif (oh Gott, irgendjemand sollte mir diese Wortspiele verbieten). Sie ist laut, sie ist lustig, sie ist sexy und sie ist voller Gefühle.

Nun zu unserem letzten Serientipp (for now, es gibt ja ständig so viel Neues zu entdecken). Hier hat uns vor allem die erste Staffel überzeugt, weil sie so vollkommen neu und unerwartet war, und so anders im Vergleich zu dem, was wir bisher gesehen hatten. Die Rede ist von

„The End of the F***ing World“.

Es ist wirklich schwer, die Serie zu beschreiben, schaut Euch am besten einfach mal den Trailer an. In den zwanzigminütigen Folgen der ersten Staffel geht es um James, einen Jugendlichen, der sich selbst für einen Psychopathen hält und der seinen ersten Mord plant. Nun lernt er in der Schule Alyssa kennen. Die beiden beschließen, von zu Hause wegzulaufen. Während James sie als ihr erstes Opfer auserkoren hat, hofft Alyssa, ihren Vater zu finden. Auf dem Trip der beiden kommt jedoch alles ganz, ganz anders. Wie gesagt, schaut einfach selbst. Mit der kleinen Warnung, dass auch hier ab und zu Blut fließt.

Wir hoffen, Euch hat unsere kleine Serienvorstellung gefallen und Ihr konntet vielleicht den ein oder anderen Serientipp für Euch mitnehmen. Selbst verständlich gibt es noch unzählig viele, sehr gute Serien, die in diesem Beitrag jetzt keine Erwähnung fanden (zu nennen wäre hier beispielsweise ‘The Queen’s Gambit’). Erzählt uns doch gerne, welche Serien Ihr bereits gesehen habt oder empfehlen könnt. Wir würden uns freuen.

Nun wünschen wir Euch einen schönen und gemütlichen Serienabend.

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