Pulled-Chicken-Burger

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Triggerwarnung: Achtung, episch!

Ok, wir müssen überzeugt davon sein und sagen, dass unsere Rezepte toll sind – warum sonst sollten wir einen Food-Blog schreiben? Die Rezepte, das ist wirklich unsere Überzeugung, sind ja auch sehr gut. Dennoch gibt es darunter solche, die einfach nur sehr gut und lecker sind. Und dann gibt es solche, bei denen meine Augen anfangen, zu leuchten, weil gerade etwas richtig besonderes, etwas episches auf dem Tisch gelandet ist. Ein solcher Fall ist unser Pulled-Chicken-Burger. Unbedingt nachmachen!

Schaut man online, so findet man eigentlich kaum Rezepte für ein gutes Pulled-Chicken. Es gibt solche, die das Hühnchen auf dem Grill smoken. Sehr geil, aber was, wenn man innerstädtisch wohnt und keinen Grill oder gar Smoker zur Hand hat? Dann gibt es solche, die es im Schnellkochtopf machen. Aber kein Rezept hat mich so richtig überzeugt, also schritt ich selbst zur Tat.

Die größte Herausforderung bei Pulled-Chicken im Vergleich zu Pulled-Pork, was klassischerweise aus Schweineschulter gekocht wird, ist das fehlende Fett in einer Hähnchenbrust, für die wir uns entschieden haben. Der Vorteil: Die Garmethode selbst (also bis das Chicken auf dem Burger landet) ist total gesund und so kann das Pulled-Chicken auch als gesunde Einlage bspw. in einem Salat landen. Aber zurück zur Herausforderung: Wie bekommen wir nun das Hühnchen auch ohne viel Fett saftig, wenn es über Stunden gart?

Wie bereitet man Pulled-Chicken zu?

Der erste Schritt dazu ist es, die Hühnerbrüste (pro Person eine davon, wir empfehlen aber, gleich etwas mehr zu machen für spätere Verwendung; bitte achtet auf eine gute Fleischqualität vom Bauern oder Metzger Eures Vertrauens, idealerweise in Bioqualität) in einer Gewürzlake mindestens drei Stunden, idealerweise aber über Nacht, einzulegen. Dazu salzt man einen Liter Wasser großzügig. Alle weiteren Zutaten sind optional, aber machen dann am Ende natürlich doch die Musik: einen Teelöffel bunte Pfefferkörner, 3-4 getrocknete Wacholderbeeren, zwei Loorbeerblätter, etwas Chili (gerne auch als ganze getrocknete Schote) und/oder eine ordentliche Prise Gewürzmischung für Geflügel nach Eurer Wahl. Unsere fällt auf das Hähnchengewürz von Just Spices (unbeauftragte Werbung). Einmal aufkochen und dann vom Herd nehmen und komplett kaltwerden lassen. Es ist absolut wichtig, das Huhn erst in die Lake zu geben, wenn diese vollständig abgekühlt ist. Wir wollen das Huhn ja nicht darin garen!

Wenn das Huhn nun mehrere Stunden oder gar über Nacht in der Lake mariniert hat, dann ist das der erste Garant für ein genial saftiges Fleisch am Ende. Nehmt nun Eure Fleischstücke aus der Lake, die ihren Dienst verrichtet hat und trocknet es leicht ab. Nun kommt der nächste Würzschritt: Würzt das Huhn großzügig mit einer Gewürzmischung Eurer Wahl (selbst zusammengestellt oder wieder wie bei uns das Hähnchengewürz von Just Spices). Passt dabei darauf auf, keine glutamathaltigen Mischungen zu verwenden, wir wollen rein natürlichen Geschmack und ein gesundes Endprodukt erreichen.

Für unser Huhn haben wir einen gusseisernen Bräter verwendet. Natürlich geht das ganze von hier ab auch auf dem Grill oder Smoker bei indirekter Hitze, dann einfach den nächsten Schritt auslassen. Denn wir legen die Hähnchenstücke in den Bräter und gießen mit einem Glas Bratenfond (idealerweise selbstgemacht, aber manchmal darf man, wenn man gute Produkte verwendet, auch kleine Abkürzungen nehmen) auf. Dazu geben wir grob geschnittenes Gemüse unserer Wahl: beispielsweise Karotte, Zwiebel, einige Zehen Knoblauch und Paprika. Bei 150° kommen die Hähnchenbrüste dann mit zunächst geschlossenem Deckel in den Ofen. Je nach vorhandener Zeit, Ofen und Topf kann man die Temperatur bis zu 200° anpassen gen Ende des Garprozesses. Das Fleisch sollte nun für mindestens 3 Stunden gegart werden. Nach ungefähr der Hälfte der Garzeit könnt Ihr den Deckel leicht öffnen, sodass der Bratenfond reduziert. Achtet darauf, dass am Ende dennoch ungefähr die Hälfte an Fond übrig ist.

Was passiert nach der Garzeit?

Aus dem Ofen kommt sie dann, die Geschmacksbombe. Nehmt das Huhn nun aus dem Bräter und zieht es einfach vorsichtig mit zwei Gabeln auseinander. Das Fleisch sollte butterzart und saftig sein und einfach so auseinanderfallen. Fügt mit einer Schöpfkelle etwas vom Fond hinzu, um das Huhn noch saftiger und würziger zu machen. Fertig ist das Pulled-Chicken.

Wie gesagt, das war der gesunde Teil, aber ich mache das jetzt ganz bewusst zunichte, indem wir einen Pulled-Chicken-Burger daraus bauen. Jetzt kommt das Fett, aber, liebe Freunde, egal wie weit Ihr rennen und wie viel Ihr trainieren müsst, um dieses Hüftgold wieder loszuwerden, es wird sich lohnen!

Halbiert für Euren Burger die Burgerbrötchen (hier geht es zum Rezept unserer selbstgebackenen Burger Buns) und erhitzt in einer Pfanne vorsichtig etwas Olivenöl. Toastet das Brötchen in der Pfanne, bis es goldbraun ist. Auf die untere Seite des Brötchens kommt dann unsere hochkomplizierte, selbstgemachte Burgersoße. Dafür mischt Ihr (wie gesagt, total kompliziert) BBQ-Soße und Mayonnaise zu gleichen Teilen und fügt (deutlich weniger) Senf hinzu. Schneidet Gewürzgurken in sehr feine Stücke und rührt sie in Eure Soße. Wer mag, kann noch etwas mit BBQ-Gewürzen nachwürzen, ansonsten ist die Soße aber schon fertig.

Build your own Pulled-Chicken-Burger

Nach der Soße kommt geschredderter Salat auf das Brötchen. Man kann das auch im ganzen Blatt machen, ich finde geschredderten Salat aber etwas schöner. Darüber zwei nicht zu dick geschnittene Tomatenscheiben. Kleiner Tipp: Hier könnt Ihr nochmal kurz mit ein wenig Pfeffer und Salz oder einer Gewürzmischung Eurer Wahl würzen, damit auch jede Schicht des Burgers geschmacksintensiv ist. Und dann kommt der Clou, der Hauptdarsteller: Wir könnten natürlich das Pulled Chicken so drauftun, aber ich habe ja gesagt, das ist die ungesunde Genießer*innenvariante. Nehmt Euch also eine für den Burger passende Menge an Pulled Chicken in eine separate Schale und fügt eine ordentliche Portion BBQ-Soße hinzu. Gut mischen und (gegebenenfalls mit ein klein wenig Öl) bei mittlerer Hitze in eine Pfanne geben. Formt das Fleisch in Form des Brötchens und gebt direkt eine Scheibe Käse Eurer Wahl darauf. Klassisch geht natürlich Cheddar, ich nehme gerne Ziegenbutterkäse, da ich viele Kuhmilchkäse nicht vertrage. Es ist übrigens gar kein Problem, wenn der Käst etwas überlappt und direkt in der Pfanne brät. An diesen Stellen wird er dann ein bisschen knusprig, und die BBQ-Soße wird herrlich karamellisieren. Wenn der Käst nicht leicht schmilzt, gebt ein klein wenig Wasser in die Pfanne und deckt sie direkt danach mit einem Deckel zu. Im Nu wird der Käse geschmolzen und das Fleisch fertig für Euren Burger sein. Um das Triumphirat des ungesunden Genießens zu vervollständigen, endet mit einer neuen Portion der selbstgemachten Burgersoße und dem oberen Teil des Brötchens. Fertig!

Probiert gerne unser Rezept des Pulled-Chicken-Burger aus. Kommentiert gerne, ob Ihr den Pulled-Chicken-Burger genauso feiert, wie ich das getan habe – guten Appetit, ihr Lieben!

Euer Jan-Erik

Pulled Chicken-Burger

Course: MainDifficulty: Medium
Servings

4

servings
Prep time

30

minutes
Cooking time

4

hours 
Total time

4

hours 

30

minutes

Ingredients

  • 4 Hühnerbrüste vom Bauern oder Metzger Eures Vertrauens

  • Für die Lake

  • 1 Prise Salz

  • eine Hand voll bunte Pfefferkörner

  • 6 Wacholderbeeren

  • 2 Loorbeerblätter

  • Getrockneter Chili (als Schote oder schon gerieben)

  • Hähnchen-Gewürzmischung (beispielsweise von Just Spices)

  • Für das Pulled-Chicken

  • Hähnchen-Gewürzmischung (beispielsweise von Just Spices)

  • Ein Glas Bratenfond

  • 1 Knoblauchzehe

  • eine Zwiebel

  • 3 kleine Karotten

  • 1 rote Paprika

  • Für den Burger

  • 4 Burgerbrötchen

  • 6 EL BBQ-Soße

  • 2 EL Mayonnaise

  • 2 EL Senf

  • ein paar Gewürzgurken

  • 4 grüne Salatblätter

  • 2 Strauchtomaten

  • 4 Scheiben Käse

Directions

  • ür die Zubereitung der Lake ein Liter Wasser großzügig salzen und mit den weiteren Gewürzzutaten einmal aufkochen. Kühlen lassen und wenn vollständig erkaltet, Hühnerbrüste darin für mindestens 3 Stunden, am besten über Nacht, einlegen.
  • ür das Pulled-Chicken die Hühnerbrüste aus der Lake entfernen und leicht trocken reiben.
  • Mit der Gewürzmischung großzügig von allen Seiten würzen und in einen Bräter geben. Mit einem Glas Bratenfond aufgießen und Gemüse in groben Stücken beigeben. Für 4 Stunden bei geringer Hitze (150°) im Ofen garen lassen. Den Deckel hierfür die ersten 2 Stunden geschlossen halten, danach leicht öffnen, damit der Fond auf circa die Hälfte reduziert.
  • Das Hähnchen nach Ablauf der Zeit aus dem Bräter nehmen und mit zwei Gabeln vorsichtig auseinanderziehen. Etwas Fond auf das Fleisch geben, damit es noch saftiger wird.
  • ür die Burgersoße, 2 große EL Mayonnaise sowie 2 große EL BBQ-Soße mit einem TL Senf vermengen. Gewürzgurken sehr fein schneiden und hinzumengen.
  • ür den Burger die Brötchen aufschneiden und die Innenseite mit etwas Olivenöl oder Butter in einer Pfanne toasten. Die Brötchen aus der Pfanne nehmen und den unteren Teil großzügig mit Burgersoße bestreichen.
  • Salat und danach Tomatenscheiben darauflegen. Leicht mit Pfeffer und Salz oder Gewürzmischung würzen.
  • Zur Vorbereitung des Pulled-Chicken für den Burger das Fleisch großzügig mit BBQ-Soße vermengen. Einzelne Portionen in Größe der Burgerbrötchens bei mittlerer Hitze in eine Pfanne geben und Käsescheiben darauflegen. Mit einem Deckel bedecken, sodass der Käse schmilzt.
  • Fleisch und Käse als nächste Schicht auf den Burger legen. Burgersoße auf die obere Brötchenhälfte geben und den Burger schließen.

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