Veganes Chili

Jump to Recipe

Esst Ihr gerne Chili? Ich muss sagen, dass ich ein gut gekochtes, schön scharfes und würziges Chili hin und wieder schon ganz gerne esse. Gerade im Winter ist es ein super Gericht, um sich ein wenig aufzuwärmen. Chili con Carne ist auch ein sehr beliebtes Gericht für Feste und Feiern, da es sich gut vorbereiten lässt und man ganz einfach auch größere Portionen zubereiten kann (auch wenn diese momentan eher weniger stattfinden). Auch Jan-Erik isst sehr gerne Chili con Carne und isst die Reste am nächsten Tag am liebsten mit Quesadillas.

Wie bereitet man ein leckeres Chili zu?

Mit dieser Frage wendete sich 2016 Galileo (damals kannte ich Jan-Erik noch nicht und bloggte noch alleine auf carinas-food-blog) an mich und wollte von mir wissen, wie ich mein perfektes Chili zubereite. Also fuhr ich damals nach München und durfte meine Tipps für ein leckeres Chili con Carne verraten. Das Video zum Fernsehbeitrag findet Ihr hier. Ich muss sagen, dass ich mein Chili con Carne auch heute noch gerne nach diesem Rezept koche, wobei ich einer meiner Aussagen von damals heute revidieren würde. Im Video spreche ich nämlich davon, dass das Hackfleisch scharf angebraten werden sollte, damit sich die Poren schließen. Inzwischen in dieser Mythos jedoch widerlegt, denn Fleisch hat gar keine Poren. Das scharfe Anbraten ist dennoch wichtig, da so die Oberflächenproteine der Fleischzellen karamellisieren können und sich eine leckere Kruste bilden kann.

Was ist, wenn man kein Fleisch mag?

Im Internet gibt es zahlreiche Rezepte für ein Chili, das ohne Fleisch zubereitet wird – das sogenannte Chili sin Carne. Bisher haben wir diese Variante des Chilis noch nicht ausprobiert, da Jan-Erik sehr gerne Hackfleisch mag und bis dato nicht das Bedürfnis hatte, darauf zu verzichten. Seit ein paar Monaten achte ich jedoch darauf, weniger Fleisch zu essen und ernähre mich teilweise komplett vegetarisch. Auch Jan-Erik hat sich dem angeschlossen und so haben wir einen festen Tag in der Woche, an welchem es Fleisch gibt und an allen anderen Wochentagen ernähren wir uns vegetarisch. Das klappt wirklich gut und ich für meinen Teil vermisse hierbei nichts. Man muss aber auch dazu sagen, dass es inzwischen super viele und leckere Produkte auf dem Markt gibt, die Fleisch, Wurst und Co. erstaunlich nahe kommen. Natürlich sind diese Produkte nicht notwendig und ich kann absolut nachvollziehen, wenn man auf diese Produkte verzichtet. Auch ich war anfangs wirklich skeptisch und misstrauisch und dachte, dass viele der ‘Ersatzprodukte’ sehr ungesund sind und eher künstlich schmecken. Ich muss meine erste Bedenken jedoch wieder zurücknehmen, denn inzwischen haben wir uns ein wenig durch die vegetarische Produktlinie von der Rügenwalder Mühle (unbeauftragte Werbung – selbst gekauft) probiert und waren überrascht, wie lecker beispielsweise der vegetarische Brotbelag (Schinkenspicker, Lyoner und Co.) schmeckt. Jan-Erik feiert die vegetarischen Frikadellen, wobei ich sagen muss, dass diese eher nichts für mich sind. Ich mag Frikadellen aber auch so nicht gerne.

Veganes Hack

Natürlich kann man ein vegetarisches oder aber ein veganes Chili auch ohne Ersatzprodukte herstellen. Sehr lecker schmecken statt des Hackfleisches beispielsweise rote Linsen oder Süßkartoffeln. Auch Bulgur und Couscous eignen sich als Ersatz für das Hackfleisch. Da ich beim Einkaufen jedoch schon seit längerem neugierig um die vegetarische bzw. vegane Hackfleischvariante herumschleiche, habe ich mich nun dazu durchgerungen, auch dieses Produkt auszuprobieren und hiermit ein leckeres Chili zu kochen. Das vegane Hack von der Rügenwalder Mühle besteht zu einem großen Teil aus Soja. Eigentlich bin ich kein Fan von Soja und vertrage dieses auch nicht so gut, allerdings machte ich für diesen Test einmal eine Ausnahme.

Die Handhabung des veganen Hacks ist etwas anders als Hackfleisch und man sollte es nicht ganz so lange und scharf anbraten, wie man dies beim Hackfleisch tun würde. Es lässt sich aber dennoch auch gut ablöschen und ansonsten ähnlich wie Hackfleisch verarbeiten. Mein Rezept des ‘perfekten Chilis’, welches ich damals bei Galileo gekocht habe, lässt sich also hervorragend auch mit veganem Hack zubereiten.

Und wie schmeckt es?

Auch den Geschmackstest hat das vegane Hack bestanden. Natürlich ist die Konsistenz nicht vergleichbar mit derjenigen des Hackfleischs. Wenn man das vegane Hack jedoch gut würzt, kommt es geschmacklich schon sehr nah an das Original heran. Auch den Aufwärmtest besteht die vegane Alternative problemlos. Das vegane Chili schmeckt, so wie es sein soll, am nächsten Tag noch besser.

Habt Ihr nun auch Lust bekommen, einmal ein veganes Chili zu kochen? Hier haben wir das Rezept für Euch. Wir wünschen Euch einen guten Appetit.

Veganes Chili

Course: MainDifficulty: Easy
Servings

6

servings
Prep time

10

minutes
Cooking time

30

minutes
Total time

40

minutes

Ingredients

  • 2 Pck. veganes Hack (etwa 500g)

  • 1 rote Zwiebel

  • 1 rote Paprika

  • 2 EL Tomatenmark

  • 1 Dose Mais

  • 1 Dose Kidneybohnen

  • 2 Dosen stückige Tomaten aus der Dose

  • etwas Kreuzkümmel

  • Pfeffer

  • Salz

  • Paprika rosenscharf

  • Zimt

  • je 1/2 Cayenne- und Habanero-Chilischote

  • 1 Rippe Zartbitterschokolade 75-90%

  • etwas Koriander

Directions

  • Zunächst die Zwiebel in Würfel schneiden und in etwas Öl anbraten. Sodann das Vegane Hack gemeinsam mit dem Tomatenmark in den Topf geben, anrösten lassen und mit Gemüsebrühe ablöschen. Nur so viel Brühe verwenden, sodass das vegane Hack bedeckt ist.
  • Kurz aufkochen lassen und mit den stückigen Tomaten auffüllen. Nun die Gewürze hinzufügen und das Chili abschmecken.
  • Jetzt den Mais, die Bohnen, die Chilis und die Paprika hinzufügen. Letztere in feine Würfel schneiden. Für etwas 15-20 Minuten köcheln lassen.
  • Zum Schluss die Schokolade fein reiben und in den Topf geben. Gut umrühren und nach Bedarf mit Koriander servieren.

Notes

  • Dazu schmeckt ein leckeres Baguette oder Brot.

One Comment

  1. Oh das sieht ja fantastisch aus, das muss ich ganz unbedingt nachkochen.

Kommentar verfassen